Thomas Rühmann wird 70: So denkt er übers Aufhören bei “In aller Freundschaft”
## Thomas Rühmann wird 70: So denkt er übers Aufhören bei “In aller Freundschaft” – Ein Leben zwischen Dr. Heilmann, Herzschmerz und dem Damoklesschwert des Abschieds
**Leipzig. Der Name Thomas Rühmann ist untrennbar mit “In aller Freundschaft” verbunden. Seit über 25 Jahren verkörpert er Dr. Roland Heilmann, den empathischen, manchmal zerbrechlichen Arzt, der zum moralischen Kompass der Sachsenklinik geworden ist. Nun feiert der Schauspieler seinen 70. Geburtstag – ein Anlass, um nicht nur auf ein erfülltes Leben, sondern auch auf die Zukunft seiner Paraderolle und die Frage aller Fragen zu blicken: Wie lange wird Dr. Heilmann noch seine Patienten heilen und die Zuschauer vor den Bildschirmen fesseln?**
Die Sachsenklinik – für Millionen von Zuschauern ist sie mehr als nur eine fiktive Einrichtung. Sie ist ein Ort der Hoffnung, der Tragödie, der Liebe und des Verlusts. Und mitten drin: Dr. Roland Heilmann. Seine Beziehung zu Kathrin Globisch (Andrea Kathrin Loewig) ist ein Paradebeispiel für die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen, die “In aller Freundschaft” so einzigartig machen. Jahrzehntelange Freundschaft, Liebe, Trennung, Versöhnung – ein emotionales Auf und Ab, das die Zuschauer in Atem gehalten hat. Aktuell steht ihre Beziehung erneut auf dem Prüfstand. Kathrins Engagement im Ausland, ihre wachsende Unabhängigkeit und die zunehmende Distanz zwischen ihnen werfen lange Schatten auf ihre gemeinsame Zukunft. Können sie die Kluft überwinden, oder droht das endgültige Aus?
Rühmann selbst äußert sich zurückhaltend zu den Spekulationen über das Ende seiner Rolle. “Der Abschied ist immer eine Option”, sagt er mit einer Melancholie in der Stimme, die selbst in Textform spürbar ist. “Nichts währt ewig, und das gilt auch für Fernsehrollen. Aber solange die Geschichten, die wir erzählen, relevant sind und solange ich das Gefühl habe, noch etwas beitragen zu können, werde ich Dr. Heilmann mit Herzblut verkörpern.”
Doch hinter diesen Worten verbirgt sich mehr als nur die pragmatische Sicht eines Schauspielers. In den letzten Jahren hat Dr. Heilmann einige schwere Schicksalsschläge verkraften müssen. Der Verlust seiner Frau Pia (Hendrikje Fitz) war ein tiefer Einschnitt, der den Charakter nachhaltig geprägt hat. Die Auseinandersetzung mit seiner Tochter Lisa (Ella Zirzow), die ihren eigenen Weg sucht und sich von ihrem Vater entfremdet, nagt an ihm. Und die medizinischen Herausforderungen, die er täglich meistert, fordern ihren Tribut.
Die Frage ist also nicht nur, ob Rühmann bereit ist, Abschied zu nehmen, sondern auch, ob Dr. Heilmann noch die Kraft hat, weiterzumachen. Die Drehbuchautoren spielen gekonnt mit dieser Ambivalenz. In den letzten Episoden häufen sich die Anzeichen, die einen bevorstehenden Abschied andeuten könnten. Heilmanns gesundheitlicher Zustand wird zunehmend thematisiert, seine Konzentration lässt nach, und er wirkt oft erschöpft. Ist das nur eine vorübergehende Schwächephase, oder bahnt sich ein dramatischer Wendepunkt an?
Ein weiterer Faktor, der die Zukunft von Dr. Heilmann beeinflussen könnte, ist die Rückkehr von Dr. Achim Kreutzer (Holger Daemgen) in die Sachsenklinik. Die Rivalität zwischen den beiden Ärzten ist legendär. Ihre unterschiedlichen medizinischen Ansichten, ihr Ehrgeiz und ihre persönlichen Differenzen haben in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten geführt. Die Rückkehr von Kreutzer könnte das fragile Gleichgewicht in der Sachsenklinik stören und Heilmann zusätzlich unter Druck setzen. Werden sie in der Lage sein, ihre Differenzen zu überwinden und zum Wohle der Patienten zusammenzuarbeiten, oder droht ein neuer Machtkampf, der Heilmanns Position in der Klinik untergräbt?
Die emotionalen Stakes sind hoch. Nicht nur für Dr. Heilmann selbst, sondern auch für seine Kollegen und Patienten. Dr. Globisch, Dr. Brentano (Thomas Koch), Oberschwester Arzu (Arzu Bazman) – sie alle sind auf ihre Weise mit Heilmann verbunden und würden seinen Verlust schmerzlich spüren. Und was ist mit den zahlreichen Patienten, denen er in all den Jahren geholfen hat? Würde sein Ausscheiden das Vertrauen in die Sachsenklinik erschüttern?
Thomas Rühmann weiß um die Bedeutung seiner Rolle für die Serie. Er ist sich bewusst, dass ein Abschied von Dr. Heilmann ein Erdbeben auslösen würde, das die Zuschauer tief berühren würde. Aber er betont auch, dass es wichtig sei, einen würdigen Abschied zu inszenieren, falls dieser irgendwann unvermeidlich sein sollte. “Wenn Dr. Heilmann die Sachsenklinik verlässt, dann soll das ein Abschied sein, der seiner Geschichte gerecht wird”, sagt er. “Ein Abschied, der die Zuschauer berührt und ihnen in Erinnerung bleibt.”
Bis dahin bleibt Thomas Rühmann Dr. Roland Heilmann – ein Arzt mit Herz und Seele, ein Mensch mit Ecken und Kanten, ein Fels in der Brandung der Sachsenklinik. Aber das Damoklesschwert des Abschieds schwebt über ihm, und die Zuschauer halten den Atem an, während sie sich fragen: Wie lange wird er noch da sein? Und wie wird sein Abschied aussehen, wenn er eines Tages tatsächlich kommt? Die Antworten auf diese Fragen liegen in den Händen der Drehbuchautoren und in den Entscheidungen von Thomas Rühmann. Eines ist jedoch sicher: Die Zukunft von “In aller Freundschaft” wird maßgeblich von seinem Verbleib in der Sachsenklinik geprägt sein. Und solange er da ist, wird er alles daran setzen, die Herzen der Zuschauer zu berühren und sie mit seiner Geschichte zu fesseln. Möge ihm das noch lange gelingen. Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag, Thomas Rühmann!