„In aller Freundschaft“ fliegt im Dezember aus dem ARD-Programm
Die Krankenhausserie „In aller Freundschaft“ ist für viele Fans mehr als nur eine TV-Show – sie ist wöchentliche Routine, emotionale Begleitung und ein Stück Zuhause am Dienstagabend. Umso größer ist der Schock, wenn die vertraute Serie plötzlich aus dem Programm verschwindet. Genau das passiert im Dezember 2025: Die ARD wirbelt ihr Abendprogramm kräftig durcheinander, und die Sachsenklinik muss gleich an mehreren Dienstagen Platz machen. Doch zwischen Enttäuschung, Vorfreude auf Doppelfolgen und spannenden Ersatzformaten steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick ahnt.
Wenn der Dienstagabend plötzlich anders aussieht
Normalerweise ist der Dienstag für Fans klar verplant: 21 Uhr, ARD, „In aller Freundschaft“. Doch schon der Blick auf den Dezember zeigt: Diese Gewohnheit bricht auf. Nach Folge 1115 am 25. November folgt direkt der erste Schockmoment – am 2. Dezember entfällt die Serie komplett. Statt dramatischer Fälle in der Sachsenklinik überträgt die ARD ab 20.35 Uhr das DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen.
Für Fußballfans ist das ein Highlight, für Serienliebhaber eher ein Dämpfer: Die vertraute Krankenhaus-Atmosphäre weicht Flutlicht, Fan-Gesängen und Expertentalk. Und damit nicht genug – auch Zusammenfassungen der weiteren Achtelfinal-Begegnungen wie Hertha BSC gegen Kaiserslautern oder RB Leipzig gegen Magdeburg füllen den Abend. Wer da auf ein spätes Wiedersehen mit Dr. Heilmann & Co. hofft, wird enttäuscht.
Doch bevor Frust überwiegt, lohnt sich ein genauer Blick auf die restlichen Dienstagstermine – denn die ARD hat durchaus einen Plan, um die Ausfälle abzufedern.
Doppelte Dosis Sachsenklinik: Vier Folgen an zwei Abenden
Die gute Nachricht: Im Dezember müssen Fans nicht komplett auf neue Geschichten aus Leipzig verzichten. Im Gegenteil – sie bekommen die volle Ladung, nur eben gebündelt. Am 9. Dezember zeigt die ARD gleich zwei Folgen hintereinander: Um 20.15 Uhr startet Folge 1116, direkt im Anschluss um 21 Uhr folgt Folge 1117. Ein ähnliches Highlight erwartet die Zuschauer am 23. Dezember: Wieder beginnt der Abend um 20.15 Uhr mit Folge 1118, bevor um 21 Uhr die traditionelle Weihnachtsfolge die Emotionen kurz vor den Festtagen auf die Spitze treibt.
Diese Doppelfolgen sind mehr als nur ein notdürftiger Ersatz. Sie bieten Raum für größere Handlungsbögen, intensivere Charakterentwicklungen und Momente, die sich Zeit nehmen dürfen. Konflikte können sich über zwei Episoden entfalten, Beziehungen vertiefen, medizinische Fälle mit mehr erzählerischer Tiefe dargestellt werden. Aus Sicht der Fans entsteht so eine Art „Mini-Event“ an zwei Dienstagen – ein Serienmarathon, der gerade in der dunklen Jahreszeit seinen eigenen Reiz hat.
Wenn andere Geschichten den Platz einnehmen: „Mozart/Mozart“
Doch warum verschwindet „In aller Freundschaft“ überhaupt so oft aus dem Programm? Ein Grund sind aufwendige Event-Formate, die ARD bewusst prominent platziert. Am 16. Dezember rückt die sechsteilige Event-Serie „Mozart/Mozart“ in den Mittelpunkt. Ab 20.15 Uhr laufen die ersten drei Folgen und erzählen eine Geschichte, die neugierig macht: Im Zentrum steht Maria Anna Mozart, die fast vergessene Schwester des berühmten Wolfgang Amadeus.
Als ihr genialer Bruder abstürzt und nicht mehr auftreten kann, schlüpft sie gezwungenermaßen in seine Rolle. Eine Frau, die im Schatten eines Genies stand, tritt ins Rampenlicht – eine moderne, selbstbewusste Perspektive auf eine historische Figur. Für Zuschauer, die hochwertige europäische Serien schätzen, könnte dieser Abend eine willkommene Abwechslung sein. Und für „In aller Freundschaft“-Fans bietet sich die Chance, über den Tellerrand der gewohnten Krankenhauswelt hinauszublicken, ohne ihre Lieblingsserie dauerhaft zu verlieren.
Jahresausklang ohne Sachsenklinik: Jubiläum bei „Wer weiß denn sowas XXL“
Der letzte Dienstag im Jahr gehört traditionell den großen Shows – 2025 macht da keine Ausnahme. Am 30. Dezember verabschiedet sich die ARD mit einer extralangen Jubiläumsausgabe von „Wer weiß denn sowas XXL“ in den Jahreswechsel. Moderator Kai Pflaume feiert das zehnjährige Bestehen seiner beliebten Rateshow und bringt prominente Gäste wie Tobias Moretti, Mariele Millowitsch und Oliver Welke mit.
Quizfragen, Überraschungsmomente, Studiopublikum und jede Menge Humor machen den Abend zur familienfreundlichen Alternative im Feiertagsmodus. Für Fans der Sachsenklinik mag es ungewohnt sein, den Jahresabschluss ohne die vertrauten Seriengesichter zu erleben. Gleichzeitig zeigt die Programmplanung, wie die ARD versucht, verschiedene Publikumswünsche auszubalancieren: Fußball, hochwertige Event-Serien, große Shows – und dazwischen konzentrierte Serientermine mit Doppelfolgen.
So behalten Fans den Überblick – und verpassen nichts
Unterm Strich gilt: Von fünf Dienstagen im Dezember gehören nur zwei der Sachsenklinik – und doch kommen Fans auf vier neue Episoden. Die ARD kompensiert die Ausfälle mit Doppelfolgen und verteilt so die Geschichten anders, aber nicht weniger reichhaltig. Wer dennoch Sorge hat, eine Episode zu verpassen, kann beruhigt sein: Verpasste Folgen lassen sich bequem in der ARD-Mediathek nachholen, oft sogar schon vor der linearen Ausstrahlung.
Wenn du wissen möchtest, wie du deine ganz persönliche Dezember-Strategie rund um „In aller Freundschaft“, DFB-Pokal, „Mozart/Mozart“ und „Wer weiß denn sowas XXL“ planst, kann ich dir im nächsten Schritt einen übersichtlichen, individuellen Sendeplan mit Empfehlungen erstellen – sag mir einfach, welche Abende du auf keinen Fall vor dem Fernseher verpassen willst.